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Das Eis-Glossar
Jede Karte ist dasselbe Versprechen wie der Rest der Site: eine Behauptung, ein Beispiel, keine Worthülse. Jeder Begriff hat seine eigene Seite — verlinkt mit seinen Nachbarn.
- A/B-Test
- Ein A/B-Test vergleicht zwei Varianten unter sonst gleichen Bedingungen — zwei Standplätze, zwei Wochentage, ein Ergebnis. Ohne diesen Vergleich bleibt jede Behauptung „das läuft besser“ eine Vermutung.
- auch: Split-Test
- Break-even
- Break-even ist der Punkt, an dem der Deckungsbeitrag genau den Lohn deckt — bei 5 € Lohn pro Stunde und 0,50 € Marge pro Eis sind das exakt 10 Eis in der Stunde. Darunter zahlt sie drauf, darüber verdient sie.
- auch: Gewinnschwelle
- Confounder
- Ein Confounder ist ein versteckter Faktor, der beide Seiten eines Vergleichs verzerrt — mehr Eis und mehr Ertrinken hängen zusammen, nicht weil das eine das andere verursacht, sondern weil an heißen Tagen beides steigt. Wer den Confounder übersieht, verwechselt Zusammenhang mit Ursache.
- auch: Störvariable
- Deckungsbeitrag
- Deckungsbeitrag ist der Betrag, den ein einzelnes Eis nach dem Wareneinsatz zu den fixen Kosten und zum Gewinn beiträgt — bei 1 € Preis und 0,50 € Einkauf sind das 0,50 € pro Stück. Er ist die Zahl, mit der sich entscheiden lässt, ob eine zweite Verkäuferin sich lohnt.
- auch: Marge
- Fixe Kosten
- Fixe Kosten fallen an, egal wie viele Eis verkauft werden — der Stundenlohn ist das Beispiel aus der Geschichte: zehn Stunden zu 5 € sind 50 €, ob am Abend 200 Eis verkauft sind oder 20. Die Kühlbox ist geliehen, und einen Standplatz zahlt Mira nicht — der Lohn bleibt die einzige fixe Kostenart in dieser Geschichte.
- auch: Fixkosten
- Führende & nachlaufende Kennzahl
- Eine führende Kennzahl sagt dir früh, wohin es geht — Eis pro Stunde am Vormittag. Eine nachlaufende Kennzahl bestätigt es erst hinterher — der Gewinn am Abend. Wer nur nachlaufend misst, erfährt das Problem, wenn es zu spät ist, etwas zu ändern.
- auch: Frühindikator, Spätindikator
- Gewinn
- Gewinn ist das, was übrig bleibt, wenn Wareneinsatz und Lohn vom Umsatz runter sind — der einzige Betrag, der wirklich ihr gehört. Verkauft sie an einem 10-Stunden-Tag 100 Eis für je 1 €, kostet der Einkauf 50 €, bleiben 50 € Gewinn — und an diesem Tag hat niemand einen Lohn bekommen. Zählt sie ihre zehn Stunden mit, bleibt null.
- auch: Reingewinn
- Hypothese
- Eine Hypothese ist eine Vermutung, die sich widerlegen lässt — „mehr Eis verkauft sich montags“ lässt sich messen und ist damit eine. „Der Markt ist halt so“ nicht. Eine Prioritätenliste ohne Hypothese ist nur eine Meinung mit Reihenfolge.
- auch: These
- KPI
- Ein KPI ist eine der wenigen Zahlen, mit denen sich wirklich etwas entscheiden lässt — nicht die zwanzig, die nur gut aussehen. Verkäufe pro Stunde ist ein KPI; wie viele Leute am See waren, meistens nicht.
- auch: Kennzahl
- Rohertrag
- Rohertrag ist der Umsatz minus dem Wareneinsatz, bevor Lohn oder andere Kosten überhaupt zur Sprache kommen. Bei 1 € Preis und 0,50 € Einkauf bleiben 0,50 € Rohertrag pro Eis — noch nicht der Gewinn, aber der erste ehrliche Zwischenstand.
- auch: Rohgewinn
- Umsatz
- Umsatz ist das Geld, das reinkommt, bevor irgendetwas abgezogen wird — 100 Eis zu 1 € macht 100 € Umsatz. Er sagt dir, wie viel Betrieb war, nicht ob sich der Tag gelohnt hat.
- auch: Erlös
- Variable Kosten
- Variable Kosten wachsen mit jedem verkauften Eis mit — der Einkauf zu 0,50 € pro Stück ist das klarste Beispiel. Verdoppelt sich die Menge, verdoppeln sich diese Kosten mit.
- auch: variable Ausgaben
- Wareneinsatz (COGS)
- Wareneinsatz — COGS — ist das Geld, das jedes Eis dich kostet, bevor du es verkauft hast: 0,50 € pro Stück. Er steht fest, egal ob du das Eis am Ende verkaufst oder es schmilzt.
- auch: Wareneinsatz